Automatisierungshandwerk für den Mittelstand: Entwicklung eines Weiterbildungsprogramms zum Business Automation Manager
In drei Monaten vom No-Code-Einsteiger zum handlungsfähigen Business Automation Manager: Modul 3 des Edura-Akademie-Programms vermittelt die Grundlagen der Prozessautomatisierung von der Entwicklung regelbasierter Abläufe bis zur agentischen Orchestrierung mit einem produktionsreifen Kunden-Support-System als Fachprojekt. Die Inhalte für dieses Modul kommen von SCHAFFSCH.
Branche
Bildung / Weiterbildung
Kunde
Edura Akademie
Auftraggeber
Gründer
Ergebnisse
- Mitarbeitende kehren als handlungsfähige Business Automation Manager in ihre Unternehmen zurück
- 7 Theorie-Lektionen – von Prozessgrundlagen, Anforderungsaufnahme bis Fehlerbehandlung
- 12 Build-Along-Videos (3h 46min) mit Vorlagen, Prompts und Datenbankstrukturen zum sofortigen Einsatz
- Zwei produktionsreife Automatisierungsarchitekturen als Blaupause für eigene Projekte
- Fundiertes Architektur-Denken: deterministisch vs. agentisch – situativ entscheiden statt Tutorials nachbauen
Ausgangslage
Viele mittelständische Unternehmen sehen, was Automatisierung leisten kann. Die Tools sind da. Ausgereift, bezahlbar, anwendbar, DSGVO-konform nutzbar. Was fehlt, ist jemand im eigenen Haus, der sie beherrscht und nahe an der eigenen Fachexpertise ist.
Externe Unterstützung kann das kompensieren und hilft, Geschwindigkeit auf die Straße zu bekommen. Wer die Kompetenz rund um Automatisierung als langfristigen Wettbewerbsvorteil sieht, braucht intern jemanden, der Prozesse kennt, Potenziale sieht und sie eigenständig hebt.
Das Problem ist selten das Budget. Es fehlen Mitarbeitende mit dem richtigen Wissen. Und die entstehen nicht durch einen Workshop-Tag.
Genau hier setzt die Edura Akademie an. Das Programm „KI-Spezialist im Unternehmen" bildet Mitarbeitende in drei Monaten Vollzeit zu internen KI- und Automatisierungsexperten aus, vollständig staatlich gefördert über das Qualifizierungschancengesetz, mit bis zu 75 % Lohnkostenzuschuss. Modul 3 „Automatisierung & Schnittstellen-Tools" behandelt das Thema Prozessautomatisierung: von der ersten Grundlage bis zum eigenständig aufgebauten Fachprojekt. Konzipiert, umgesetzt und geschult von den Köpfen hinter SCHAFFSCH.
Das Programm
Die Edura Akademie ist ein nach AZAV zertifizierter Bildungsträger für KI-Weiterbildung. Das Programm richtet sich an Unternehmen, die intern Automatisierungskompetenz aufbauen wollen, ohne eigene Schulungsstrukturen vorhalten zu müssen.
Über das Qualifizierungschancengesetz werden bis zu 75 % der Lohnkosten während der Weiterbildung gefördert. Unternehmen entsenden Mitarbeitende und bekommen nach drei Monaten Personal zurück, das eigenständig erste KI- und Automatisierungsprojekte anstoßen kann.
Mitarbeitende zu Automatisierungsexperten machen?
Wir beraten, ob das Edura-Programm zu euren Unternehmenszielen passt und was danach in euren Prozessen möglich wird.
Was Teilnehmende lernen
Modul 3 folgt einem zweistufigen Aufbau: theoretisches Fundament plus Fachpraxis an einem realistischen Unternehmens-Use-Case.
7 Theorie-Lektionen: Von Null bis eigenständig
Die sieben Grundlageneinheiten decken alles ab, was für ein fundiertes Verständnis der Materie gebraucht wird:
- Einführung in die Prozessautomatisierung
- Die Automatisierungsplattform Make verstehen: Bundles und Datenfluss
- Daten bereinigen: Funktionen und Debugging
- Entscheidungen im Ablauf: Router, Filter und Ablaufsteuerung
- Mit Mehrfachdaten arbeiten: Arrays, Iterator und Aggregator
- KI-Agenten, Mailhooks, Sicherheit & Robustheit
- Authentifizierung, Datenpersistenz & Skalierung
2 Fachpraxis-Module: Echte Systeme Schritt für Schritt aufbauen
Der zweite Teil geht in die Tiefe. In insgesamt 3 Stunden und 46 Minuten Build-Along-Videos bauen Teilnehmende zwei vollständige Automatisierungsarchitekturen von Null auf. Jede Entscheidung wird erklärt, jeder Schritt begründet, weil das Ziel nicht ist, ein fertiges System zu kopieren, sondern zu verstehen, warum es so gebaut wurde.
Für jeden Schritt gibt es sofort einsetzbares Material: Automatisierungs-Blaupausen, Prompts, Datenbankstrukturen.
Das Fachprojekt: KI-gestützter Kunden-Support
Das Szenario
Mittelständische Unternehmen kämpfen täglich mit demselben Engpass: Der Kunden-Support beantwortet Anfragen zu Bestellungen, Lieferstatus und Aufträgen manuell, langsam, ressourcenintensiv. Die relevanten Informationen liegen längst in internen Systemen vor. Sie kommen nur nicht automatisch beim Kunden an.
Ein Klassiker. Real in Hunderten von Unternehmen. Und deshalb das richtige Lehrszenario! Teilnehmende kehren nach dem Kurs in genau solche Situationen zurück.
Zwei Varianten, eine Entscheidung
Das Fachprojekt zeigt nicht eine Lösung, sondern zwei. Denn die ehrliche Antwort auf die meisten Automatisierungsfragen lautet nicht „so macht man das", sondern „es kommt darauf an".
Workflow-Variante: KI-gestützt, deterministisch (ca. 1h 29min)
Ein fest strukturierter Workflow, bei dem KI gezielt für Klassifizierung und Antwortformulierung eingesetzt wird. Der Ablauf bleibt vollständig kontrolliert und nachvollziehbar: Anfrage entgegennehmen, klassifizieren, Bestellung suchen, Lieferstatus ermitteln, Antwort senden. Für Unternehmen, die Verlässlichkeit und Auditierbarkeit brauchen.
Agent-Variante: vollständig agentisch (ca. 2h 17min)
Ein KI-Agent orchestriert eigenständig. Er entscheidet, welche Tools er aufruft, wie er Kontext verwaltet, wie er antwortet. Adaptiver, skalierbarer und ein konkreter Einblick in die Richtung, in die sich professionell automatisierte Kundenkommunikation entwickelt.
Die eigentliche Kompetenz: situativ entscheiden
| Kriterium | Workflow-Variante | Agent-Variante |
|---|---|---|
| Kontrolle | Hoch – jeder Schritt definiert | Mittel – Agent entscheidet selbst |
| Flexibilität | Gering | Hoch |
| Debugging | Einfach | Komplex |
| Fehlertoleranz | Vorhersehbar | Variabel |
| Skalierbarkeit | Gut für repetitive Prozesse | Stark für komplexe Anfragen |
Beide Varianten zu bauen verändert, wie man über Automatisierung nachdenkt. Wer beide kennt, sucht nicht mehr nach der „richtigen" Lösung, sondern entscheidet anhand der konkreten Anforderungen. Das ist der Unterschied zwischen jemandem, der Tutorials nachmacht, und jemandem, der eigenständig Automatisierungsprojekte verantwortet.
Was Teilnehmende mitnehmen
- Vollständiges Make.com-Handwerk: von Datenfluss bis agentischer Orchestrierung
- Zwei produktionsreife Automatisierungslösungen als Blaupause für eigene Projekte
- Blueprints, Prompts und Datenbankstrukturen zum sofortigen Einsatz
- Fundiertes Verständnis für Architekturentscheidungen – deterministisch vs. agentisch
- Die Grundlage für ihre neue Rolle als Business Automation Manager
Was daraus wird
Nach dem Kurs kehren Mitarbeitende in ihre Unternehmen zurück und können loslegen. Erste eigene Make.com-Workflows in realen Prozessen. Kollegen, die sie schrittweise einführen können. Und Entscheidungen, die nicht mehr an externen Dienstleistern hängen.
Das schafft etwas, das sich nicht einkaufen lässt: interne Orientierung. Unternehmen, die wissen, was technisch möglich ist, was sie selbst umsetzen können und was sinnvollerweise von außen kommt, treffen bessere Entscheidungen schneller.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Business Automation Manager?
Ein Business Automation Manager ist eine betriebsinterne Rolle, die Geschäftsprozesse analysiert, Automatisierungspotenziale identifiziert und No-Code-Lösungen eigenständig konzipiert und implementiert, ohne IT-Hintergrund vorauszusetzen. Die Rolle entsteht gerade in vielen mittelständischen Unternehmen, weil No-Code-Tools wie Make.com reif genug sind, um produktionskritische Prozesse abzubilden.
Was ist Make.com und warum eignet es sich für den Mittelstand?
Make.com ist eine No-Code-Automatisierungsplattform, die es ermöglicht, Geschäftsprozesse durch visuelle Workflows zu digitalisieren und verschiedene Softwaresysteme ohne Programmierkenntnisse miteinander zu verbinden. Für den Mittelstand ist das besonders relevant, weil die Einstiegshürde gering ist, der Funktionsumfang aber weit reicht – von einfachen Benachrichtigungen bis zu komplexen KI-Agenten-Architekturen.
Wie wird das Programm der Edura Akademie gefördert?
Das Programm ‚KI-Spezialist im Unternehmen' der Edura Akademie wird vollständig über das Qualifizierungschancengesetz gefördert. Unternehmen können bis zu 75 % der Lohnkosten während der dreimonatigen Vollzeit-Weiterbildung erstattet bekommen. Die Edura Akademie ist AZAV-zertifiziert und übernimmt die Antragsstellung.
