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Projekt/Automation & KI

SEO-Kompetenz internalisiert: Maßgeschneiderte SEO-Pipeline für einen BI-Softwareanbieter

Aufbau einer mehrstufigen, KI-gestützten SEO-Pipeline für bimanu. Mit integrierten Qualitätsstufen, Performance-Tracking und Aktualisierungslogik. Die SEO-Kompetenz, die bimanu über Jahre mit externen Partnern aufgebaut hat, liegt jetzt vollständig im eigenen Haus.

Branche

Business Intelligence / SaaS

Kunde

bimanu GmbH

Auftraggeber

Swen Göllner
Swen Göllner

Kaufm. Geschäftsführer

SEO-Kompetenz internalisiert: Maßgeschneiderte SEO-Pipeline für einen BI-Softwareanbieter
Kundenlogo

Ergebnisse

  • SEO-Kompetenz vollständig internalisiert, kein externer Dienstleister mehr nötig
  • Mehrstufiger Qualitätsprozess statt generischem Output
  • Performance-Tracking mit automatischer Aktualisierungslogik
  • Optimierte API-Kosten durch Batch-Abfragen statt Einzelqueries

Ausgangslage

bimanu ist ein deutscher Anbieter einer Business-Intelligence-Plattform. Das Unternehmen setzt seit seiner Gründung 2016 konsequent auf Content als strategischen Kanal: tiefgehender Blog, YouTube-Kanal, Podcast, eigene Academy, ein publiziertes Buch. Das zahlt sich aus: bimanu ist im BI-Themenkosmos so präsent, dass KI-Systeme den Namen nennen, wenn jemand nach Business-Intelligence-Lösungen fragt.

Das Fachwissen, das hinter diesem Content steckt, sitzt bei bimanu intern. Adriano Dos Ramos Cordeiro verantwortet das Marketing vollständig inhouse: er schreibt, produziert, veröffentlicht und kennt die Produkte, die Positionierung und die Sprache des Unternehmens in und auswendig. Dieses Wissen über einen externen Partner in Content zu übersetzen, bedeutet immer eine Zwischenstufe: Briefing, Abstimmung, Korrekturrunde. Eine Stufe, in der Kontext verloren geht, Nuancen verschwimmen und Geschwindigkeit verloren geht.

Die Entscheidung war deshalb keine reaktive, sondern eine strategische: die SEO-Kompetenz, die bimanu über Jahre aufgebaut hat, vollständig zu internalisieren. Das Fachwissen des Teams sollte unmittelbarer in den Inhalt fließen, ohne den Umweg über externe Dienstleister. Und der gesamte Prozess sollte schneller werden, ohne an Qualität zu verlieren.

Die fachliche Welt verstehen

Ein Blog für eine BI-Cloud-Plattform ist kein generischer Marketing-Blog. Bimanu schreibt für Fachleute: Datenanalysten, BI-Architekten, Entscheidungsträger in Unternehmen, die ihre eigene BI-Kompetenz einschätzen können. Oberflächliche oder unpräzise Inhalte werden sofort erkannt.

Das bedeutet: Ein generisches Content-Tool aus dem Regal funktioniert nicht. Zu wenig Kontextualisierung, zu hohe Streuung in der Qualität. Die Nacharbeit wäre so hoch gewesen, dass der versprochene Effizienzgewinn nicht angekommen wäre.

Die Anforderung war damit klar: kein generisches Werkzeug, sondern ein System, das den spezifischen Unternehmenskontext kennt – Produkt, Positionierung, Wettbewerbslandschaft, Tonalität, Qualitätsmaßstab. Und ein System, das nicht einmal schreibt, sondern diesen Schreibprozess mehrstufig kontrolliert.

Ein weiterer Kontext, der die Anforderungen von Anfang an schärfte: bimanu durchlief während der Entwicklung eine ISO-27001-Erstzertifizierung. Das bedeutete strikte Anforderungen an Zugriffskontrolle, Dokumentation und Risikoführung, direkt aus dem laufenden Audit heraus.

Unser Ansatz

Am Anfang stand ein gemeinsamer Anforderungsworkshop mit Swen Göllner als Entscheidungsträger und Adriano Dos Ramos Cordeiro als ausführender Person, der das System täglich nutzen würde. Adriano verantwortet das gesamte Marketing von bimanu: Blog, Social Media, YouTube-Skripte. Er weiß genau, was ein Artikel braucht, um den bimanu-Standard zu erfüllen.

Aus diesem Workshop entstanden drei zentrale Erkenntnisse:

  1. Der Schreibprozess muss mehrstufig sein. Ein einziger KI-Durchlauf liefert keinen publizierfähigen Artikel. Briefing, Entwurf, Überarbeitung und Freigabe sind separate Schritte mit jeweils eigener Logik.
  2. Qualitätskontrolle braucht eine eigene Stufe. Keyword-Dichte, Überschriftenhierarchie, Struktur und inhaltliche Konsistenz müssen als separate Prüfschicht laufen, nicht als Teil des Schreibprozesses selbst.
  3. Das System muss in die bestehende Tool-Landschaft passen. Kein Parallelbetrieb, keine Dateninseln. Was bimanu bereits nutzt, soll nach Möglichkeit eingebunden oder gleich optimiert werden.

Aus diesen Erkenntnissen haben wir zunächst ein Prozess-Flowchart entwickelt, das die gesamte Content-Kette mit allen Qualitätsstufen beschreibt. Erst danach begann die technische Architekturplanung.

Prozess-Flowchart der Content-Pipeline
Der Prozess zuerst: Flowchart der vollständigen Content-Kette mit allen Qualitätsstufen. Angefertigt im Anforderungsworkshop bevor eine einzige Automatisierung konfiguriert wurde.

Die Lösung im Detail

Integration in die bestehende Tool-Landschaft

bimanu arbeitet mit HubSpot für Landingpages und Tracking sowie WordPress für die Veröffentlichung von Artikeln. Beide Systeme sind vollständig in die Pipeline eingebunden. Artikel entstehen, werden geprüft und landen direkt in WordPress, ohne manuelle Zwischenschritte.

Für die Keyword-Recherche und SEO-Performance-Analyse war ursprünglich Sistrix vorgesehen. Die API-Kosten des notwendigen Plans erwiesen sich jedoch als unverhältnismäßig hoch. Wir haben auf DataForSEO umgestellt, eine Entwickler-API im SEO-Umfeld, die Kosten pro Abfrage massiv reduziert.

Mehrstufiger Content-Prozess

Die Pipeline folgt einer klar gegliederten Abfolge: Briefing-Erstellung auf Basis von Keyword-Daten und Wettbewerbsanalyse, mehrstufige Texterstellung, Qualitätskontrolle als eigenständige Stufe, Übergabe an WordPress und anschließendes Performance-Tracking.

Jede Stufe hat eine eigene Logik und eigene Abbruchbedingungen. Ein Artikel, der die Qualitätsprüfung nicht besteht, geht nicht weiter, sondern wird überarbeitet.

Qualitätskontrolle als eigenständige Prüfstufe

Die Qualitätskontrolle läuft als separater Schritt, nicht als Teil des Schreibprozesses. Sie prüft Keyword-Dichte in definierten Abschnitten, Überschriftenhierarchie, Struktur, interne Verlinkungslogik und inhaltliche Konsistenz zum Briefing. Artikel, die diese Kriterien nicht erfüllen, werden markiert und in die Überarbeitung gegeben.

Das ist der Kern dessen, was generische SaaS-Tools nicht leisten: eine eigenständige Kontrollinstanz mit bimanu-spezifischen Kriterien.

Performance-Tracking und Aktualisierungslogik

Das System endet nicht mit der Veröffentlichung. Für jeden publizierten Artikel laufen kontinuierlich Kennzahlen mit: Rankings, organischer Traffic, Klickraten. Sobald ein Artikel Leistungsabfälle zeigt, löst das System eine Analyse aus: Was tun Wettbewerber für dasselbe Keyword? Welche Inhalte ranken aktuell? Diese aufbereitete Übersicht wird Adriano zur Verfügung gestellt und dient als Grundlage für eine gezielte Aktualisierung des Artikels.

Umsetzungsfahrplan und Projektfortschritt im Kundenportal

Der Umsetzungsfahrplan inkl. aller Aufgaben und Ergebniskriterien wurde über das SCHAFFSCH-Kundenportal bereitgestellt. bimanu hatte jederzeit Einsicht in den Projektfortschritt und die entstehende Dokumentation. Die Entwicklung lief in zweiwöchigen Sprints mit Kundenpräsentation der jeweiligen Ergebnisse.

Ergebnisse

SEO-Dienstleister

Vorher

Externe Agentur mit eingebauter Abhängigkeit

Nachher

Kompetenz vollständig inhouse

Content-Qualität

Vorher

Aus SEO-Perspektive gesteuert, Nacharbeit notwendig

Nachher

Aus Fachperspektive gesteuert, bimanu-spezifisch

Keyword-Recherche

Vorher

Sistrix, zu hohe Kosten

Nachher

DataForSEO, Kosten massiv reduziert

Tool-Integration

Vorher

Manuelle Übergabe zwischen Systemen

Nachher

Integrierte Systemlandschaft

Performance-Kontrolle

Vorher

Systematische Überwachung per Agentur-Reportings

Nachher

Automatisches Tracking mit Aktualisierungslogik

Was sich daraus ergeben hat

bimanu hat eine Kernkompetenz in der Vermarktung, die sie über Jahre gemeinsam mit externen Partnern aufgebaut haben, vollständig in die eigene Hand genommen.

Das Unternehmen hat jetzt ein System, das keinen generischen Output produziert, sondern Inhalte, die auf Basis detaillierter Briefings für Artikel zum Unternehmenskontext, zur Produktpositionierung und zum Qualitätsanspruch von bimanu passen. Die Schwankungsbreite in der Qualität ist deutlich reduziert. Die Abhängigkeit von einem Dienstleister ist weg.

Das zentrale Datenfundament, das in diesem Projekt entstanden ist, lässt sich modular erweitern: Social-Media-Posts aus publizierten Artikeln generieren, Newsletter verfassen, die Redaktionsplanung aus demselben Datenstrom speisen. Sind die inhaltlichen Grundlagen erst sauber aufgesetzt, schaffen sie die Basis für alle weiteren Inhalte.

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